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Das Vorprogramm

Lehrfilm / Gebrauchsfilm / Propagandafilm / unveröffentlichter Film
in Kinos und Archiven am Oberrhein
1900–1970

Eine französisch-deutsche Vergleichsstudie

Aus Sicht des Publikums war das Vorprogramm ein Ärgernis. Dort liefen belehrende Kulturfilme, streng didaktische Aufklärungsfilme, die vor Alkohol oder Geschlechtskrankheiten warnten und Wochenschauen, die bisweilen übelste Propagandabotschaften enthielten. Aus historischer Sicht aber ist es der spannendste Teil des Kinoabends. Über drei Jahre hinweg hat eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Straßburg und Heidelberg historische Filmprogramme auf der Basis von Archivmaterial aus Frankreich und Deutschland rekonstruiert. Neben Filmen aus dem klassischen Kino-Vorprogramm kamen Amateurfilme, Lehrfilme und Industriefilme zur Aufführung.

Am Beispiel des Oberrheins schildert dieser Band ein Stück vergessener Kino-Geschichte auf beiden Seiten eines Flusses, der hier mehr als Bindeglied denn als Grenze aufgefasst wird. Das Buch führt durch die regionalen Film-Archive im Elsass und im Südwesten Deutschlands, es erzählt die Kino-Geschichte von Straßburg, Heidelberg, Karlsruhe und Ladenburg, analysiert Industriefilme von BAYER, das Kino nach dem Ersten Weltkrieg, Filme für Kinder, Hungerfilme, Anatomie-Filme, Kolonialismus-Filme, einen Propaganda-Film über den Rhein und die filmische Darstellung von Wasserkraft als Sinnbild von Tradition und Moderne. Der Zeitraum, den die französisch-deutsche Vergleichsstudie in den Blick nimmt, reicht von den Wanderkinos der Jahrmärkte um 1900 bis zu den Lehrfilmen aus den Psychiatrien der Universitäten Straßburg und Heidelberg in den 1970er Jahren.

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